Thronsaal
 
Die Herrscher

Seit der großen Dunkelheit ist das Land in unzählige Baronien und Grafschaften zersplittert, die alle recht unabhängig, aber auch machtlos sind. Das formelle Oberhaupt ist der Fürst, der von der sogenannten Grafenrunde auf Lebzeit gewählt ist.
Seit dem Putsch in den frühen 90er Jahren nED ist der Titel des Fürsten erblich geworden. Zur Zeit ist Graf Garion Barbarossa von Barembergh der Fürst von Francall und Vorsitzender (Primus Inter Pares) der Grafenrunde. Die elf einflussreichsten Grafen und der Fürst sind Mitglieder dieser Runde, die sich regelmäßig in der Hauptstadt trifft, die Geschicke des Landes beratschlagt und dem Fürsten zur Seite steht. Durch sie symbolisiert der Adel seine Einheit. Da aber die einzelnen Adelsgeschlechter zu zerstritten sind, gibt es diese Einheit nur formell.
Die Einigung über die Grafenrunde ist lediglich Schein, denn Neid, Hass und Missgunst regieren den Alltag unter dem Adel.
 
 
 
Die Gewaltenteilung

Die Feinheiten der Gewaltenteilung sind viel zu kompliziert, als dass man sie in einfache Worte kleiden könnte, denn trotz einheitlichen Reichs-Regelungen besteht natürlich jeder Graf und sogar viele Barone darauf, eigene Regelungen durchzusetzen, deshalb sind die Grenzen der Vorgaben alle sehr fließend.
Im Groben kann man jedoch folgende Aufteilung finden:
 
Legislative:
Für die Gesetzgebung sind ausschließlich der Fürst und die Grafenrunde zuständig, mit wenigen lokalen Ausnahmen bezüglich Gebräuchen und Sitten.
 
Judikative:
In jeder Hauptstadt einer Grafschaft gibt es einen vom örtlichen Grafen eingesetzten Richter, der neben dem Grafen selbst für die Rechtsprechung über das einfache Volk zuständig ist. Der Adel wird nicht wie der Pöbel behandelt, sondern von seinem jeweiligen Landesherren gerichtet: Leibherren von ihrem Baron oder dem Grafen, Barone von ihrem Grafen, und Grafen vom Fürsten und der Grafenrunde.
Mitglieder des Barad Caran oder Verbrechen gegenüber dem Glauben liegen außerhalb der Reichsrechtssprechung und werden von zuständigen Richtern der betroffenen Partei behandelt.
 
Exekutive:
Zusätzlich zu den von den Grafen und Baronen eingesetzten örtlichen Bütteln gibt es in jeder Grafschaft einen vom Fürsten eingesetzten Reichsritter, der auch mit Büttelrechten ausgestattet ist. Er dient als Verbindung des Grafen zum Fürsten, um über landesweites Recht zu wachen, was natürlich in den Augen des örtlichen Grafen eher ein Dorn ist.
 
 
 
Die Grafenrunde

Die Grafenrunde besteht aus dem Fürsten und den 11 einflussreichsten Grafen (zur Zeit gibt es insgesamt nur 12 Grafschaften in Francall, so dass alle Grafen vertreten sind). Beisitzer ohne Stimmrecht, jedoch mit Recht auf Anhörung, sind folgende 8 Personen: ein Berater des Barad Caran (entweder der Schlosswächter oder der Hofmagier, jedoch ohne Entscheidungserlaubnis für Barad Caran), der Dekan der Universität zu Oppidium, der Vogt von Oppidium, je ein Vertreter der Elfen und der Zwerge, ein Vertreter der Priesterschaft des Illuvatar, sowie zwei Vertreter der Gilden.
 
Die Grafenrunde tagt einmal im Jahr am 1. Septembo, für maximal 12 Tage, in denen alles Entschieden werden oder auf die nächste Runde vertagt werden muss.
Ständige Aufgaben der Grafenrunde sind die Reichsgesetzgebung, Gerichtsbarkeit über einen Grafen, Entscheidung über eine Generalmobilmachung im Krisenfall, die Festlegung von Zöllen und Abgaben an den Fürsten, die Besprechung von diplomatischen Kontakten und Ereignissen, sowie die Festlegung des Ortes für die nächste Grafenrunde.
Seit vielen Jahren schon tagt die Grafenrunde immer in Barembergh, da man sich bisher nie auf einen anderen Tagungsort hatte einigen können.
 
Wenn die Grafenrunde zusammenkommt, besteht eine Anwesenheitspflicht für alle Grafen oder für von ihnen authorisierte Vertreter.
Jeder der Grafen oder seiner Vertreter hat eine Stimme, nur der Fürst hat zwei Stimmen. Da eine Stimmpflicht besteht (also für oder gegen eine Eingabe), kann es zu keinem Patt kommen.
 
Der Fürst ist als Primus Inter Pares der Vorsitzende der Grafenrunde. Er beruft sie offiziell ein und beendet sie auch wieder.
Als Leiter der Unterredungen vergibt er das Wort und nimmt es auch wieder.
Er hat das Recht, auf den Ratschlag des Barad Caran zu bestehen. Da der Berater des Barad Caran hierbei jedoch keine Entscheidungsgewalt hat, muss ein Bote einen offiziellen Ratschlag aus der Rotenburg einholen. Da dies natürlich mehrere Tage dauern kann, ist dies ein nützliches Werkzeug, um eine Diskussion auf die nächste Grafenrunde in einem Jahr zu verschieben.
Weiterhin hat der Fürst das Recht auf Einberufung einer außergewöhnlichen Sitzung während eines Notfalles, und hat die Authorität, bis dahin eine generale Mobilmachung anzuordnen, um schnell auf eine Reichskrise reagieren zu können.